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Digitale Vermögenswerte 101
Equity-Token vs. Security-Token: Was ist der Unterschied?

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Inhaltsverzeichnis
Die Taxonomie digitaler Assets verstehen
Für Anleger, die sich im Bereich digitaler Vermögenswerte zurechtfinden müssen, kann die Terminologie oft verwirrend sein. Zwei häufig verwendete Begriffe – manchmal synonym, manchmal gegensätzlich – sind „Security Token“ und „Equity Token“.
Um den Unterschied zu verstehen, muss man die Beziehung zwischen der Technologie (dem Token) und dem zugrunde liegenden Vermögenswert (dem, was er repräsentiert) betrachten. Kurz gesagt: Ein Security-Token ist die Oberkategorie, während ein Equity-Token eine spezifische Art von Vermögenswert innerhalb dieser Kategorie darstellt.
Was ist ein Sicherheitstoken?
Ein Security-Token ist die digitale Repräsentation eines Investitionsvertrags, der auf einer Blockchain gespeichert wird. Er dient als technologische Hülle, um sicherzustellen, dass der digitale Vermögenswert den Wertpapiergesetzen, wie beispielsweise dem US-amerikanischen Securities Act von 1933, entspricht.
Laut SEC gilt ein digitaler Vermögenswert als Wertpapier, wenn er den „Howey-Test“ besteht. Dieser Test stellt vier Schlüsselfragen:
- Gibt es eine Geldanlage?
- Handelt es sich um eine Investition in ein gemeinsames Unternehmen?
- Besteht eine Gewinnerwartung?
- Wird der Gewinn durch die Anstrengungen anderer erzielt?
Lautet die Antwort „Ja“, handelt es sich bei dem Token um ein Wertpapier. Das bedeutet, dass er nicht wie ein Utility-Token anonym gehandelt werden kann. Er unterliegt strengen KYC- (Know Your Customer) und AML-Vorschriften (Anti-Money Laundering). Der Security-Token ist lediglich die Technologie, die diese Regeln automatisch durchsetzt.
Was ist ein Equity-Token?
Ein Equity-Token ist eine spezielle Unterkategorie von Security-Token. Er repräsentiert Anteile an einem Unternehmen, einer DAO oder einem Venture-Capital-Unternehmen. Genau wie traditionelle Aktien Anteile an einem Unternehmen verbriefen, repräsentieren Equity-Token dieselben Rechte, digitalisiert auf einer Blockchain.
Inhaber von Aktientoken haben in der Regel Anspruch auf:
- Stimmrecht: Die Möglichkeit, über Unternehmensentscheidungen oder Vorstandsmitglieder abzustimmen.
- Dividenden: Ein Anteil am Gewinn des Unternehmens, der häufig automatisch über Smart Contracts ausgeschüttet wird.
- Eigentumsansprüche: Ein Rechtsanspruch auf das Vermögen des Unternehmens im Falle der Liquidation.
Daher sind alle Equity-Token auch Security-Token, aber nicht alle Security-Token sind Equity-Token.
Andere Arten von Sicherheitstoken
Zur weiteren Verdeutlichung hier einige andere Arten von Security-Token, die keine Aktien sind:
- Debt Tokens: Diese repräsentieren ein Darlehen oder eine Anleihe. Der Inhaber hat Anspruch auf regelmäßige Zinszahlungen und die Rückzahlung des Kapitals, besitzt aber keine Anteile am Unternehmen.
- Asset-Backed Tokens: Diese repräsentieren das Eigentum an einem bestimmten physischen Vermögenswert, wie beispielsweise einer Immobilie, einem Gemälde oder Gold.
- Fonds-Token: Diese repräsentieren einen Anteil an einem verwalteten Investmentfonds, ähnlich wie ein ETF oder ein Investmentfonds.
Technische Normen
Im Gegensatz zu einfachen Kryptowährungen wie Bitcoin erfordern Security- und Equity-Token komplexe Regeln, um zu gewährleisten, dass sie nicht an unzulässige Wallets übertragen werden. Zur Regelung dieses Problems haben sich verschiedene Standards herausgebildet.
ERC-3643 (Der T-REX-Standard)
Der ERC-3643-Standard ist der Branchenstandard für erlaubnisbasierte Token auf Ethereum. (ETH ) Blockchain. Sie nutzt ein System von On-Chain-Identitätsregistern. Bevor eine Token-Übertragung erfolgen kann, prüft der Smart Contract, ob der Empfänger ein verifizierter Investor ist. Falls der Empfänger die KYC-Prüfung nicht bestanden hat, wird die Transaktion blockiert. Dieser Standard wird häufig zur Tokenisierung von Anteilen an privaten Unternehmen eingesetzt.
ERC-1400
Der ERC-1400 ist ein umfassender Standard, der als „Bibliothek“ von Sicherheitstoken-Funktionen dient. Er ermöglicht komplexe Funktionen wie „Partitionen“ (Aufteilung von Token in verschiedene Tranchen mit unterschiedlichen Regeln) und Dokumentenmanagement (direktes Anhängen von juristischen PDFs an die Token-Metadaten).
Polymesh
Während Ethereum eine universelle Blockchain ist, ist Polymesh (POLYX ) Polymesh ist eine Blockchain, die speziell für regulierte Vermögenswerte entwickelt wurde. Die Identitätsprüfung ist in die Blockchain selbst integriert – Nutzer können nicht einmal eine Wallet erstellen, ohne verifiziert zu sein. Dies bietet ein hohes Maß an Sicherheit für die Ausgabe von Equity-Token.
Zusammenfassung
Bei der Entwicklung einer Krypto-Investitionsstrategie ist die korrekte Terminologie entscheidend. „Security Token“ bezeichnet die regulatorische Konformitätsebene – die Technologie, die den Token legalisiert. „Equity Token“ hingegen bezeichnet die Anlageklasse – den Anteil an einem Unternehmen. Mit zunehmender Marktreife beobachten wir einen Wandel von einfachen Utility-Token hin zu diesen regulierten, vermögensbesicherten Instrumenten, die Anlegern Rechtssicherheit und echte Eigentumsrechte bieten.
David Hamilton ist Vollzeitjournalist und langjähriger Bitcoinist. Er ist auf das Schreiben von Artikeln über die Blockchain spezialisiert. Seine Artikel wurden in mehreren Bitcoin-Publikationen veröffentlicht, darunter Bitcoinlightning.com
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