Regulierung

Bipartisanischer Gesetzentwurf zur Regulierung von DeFi löst branchenweite Gegenreaktion aus

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Eine parteiübergreifende Gruppe von vier Senatoren unter der Führung von Senator Jack Reed hat diese Woche einen Gesetzentwurf vorgestellt, der dezentrale Finanzdienstleistungen (DeFi) dazu verpflichten würde, dieselben Richtlinien einzuhalten, die für Banken, Makler und andere traditionelle Unternehmen wie Casinos gelten. Der Gesetzentwurf – dessen vollständiger Text zum Zeitpunkt der Zusammenstellung noch nicht veröffentlicht wurde – legt die direkte Haftung auf diejenigen, die DeFi‑Projekte kontrollieren, wenn sie schuldig befunden werden, Geldwäscheaktivitäten in ihren Diensten nicht zu melden oder zu verhindern.

Das Trio der Senatoren Mark Warner, Mitt Romney und Mike Rounds war Mitunterzeichner des Crypto-Asset National Security Enhancement and Enforcement (CANSEE) Act. Für Projekte ohne kontrollierende Unternehmen oder Personen schlugen die Gesetzgeber vor, dass Einzelpersonen oder Unternehmen mit einem Investitionsanteil von „mehr als 25 Millionen US‑Dollar in die Entwicklung des Projekts“ haftbar gemacht werden.

Der Umfang des Gesetzentwurfs umfasst außerdem Betreiber von Krypto‑Geldautomaten mit aktualisierten Anforderungen, die Identität der Transaktionsparteien zu überprüfen.

Neudefinition des Anwendungsbereichs von Anti‑Geldwäsche- und Know‑Your‑Customer‑Regeln

Der CANSEE Act wird in gewisser Hinsicht die Durchsetzungskraft des Finanzministeriums stärken. Deutlich ist, dass der am späten Dienstag im Senat vorgestellte Gesetzentwurf der jüngste Versuch der Gesetzgeber ist, Krypto‑Kriminalität zu bekämpfen. Die Gesetzgebung will dem US-Finanzministerium zudem mehr Befugnisse geben – illegale Finanzaktivitäten außerhalb des Bankensektors sollen gemeldet werden.

„Dieses Gesetz stärkt die Werkzeuge des Finanzministeriums, um unsere nationale und wirtschaftliche Sicherheit zu schützen. Drogenkartelle, Menschenhändler und Ähnliches sollten nicht in der Lage sein, DeFi‑Plattformen zu nutzen, um der Gerechtigkeit zu entgehen“, sagte Reed.

Die verstärkte Prüfung von DeFi‑Protokollen erfolgt im Zuge von Behauptungen, dass das Segment zu Wegen geworden ist, die Geldwäsche und Sanktionen erleichtern.

„Da neue Technologien wie Kryptowährungen zunehmend neue Wege für Finanztransaktionen ermöglichen, ist es entscheidend, die Befugnisse des Finanzministeriums auszuweiten, um illegale Finanzaktivitäten, die außerhalb des Bankensektors stattfinden können, zu bekämpfen“, heißt es im Briefing‑Dokument.

Verschiedene Gruppen der Krypto‑Gemeinschaft kritisierten den Gesetzentwurf als vage und als ein Gesetz, das die DeFi‑Entwicklung in den USA wahrscheinlich behindern könnte. In der vorherigen Sitzung reichten das Senatspaar Elizabeth Warren und Roger Marshall erfolglos einen parteiübergreifenden Gesetzentwurf ein, um die AML‑Regeln zu aktualisieren, damit sie den gesamten Sektor der digitalen Vermögenswerte abdecken.

Warrens und Marshalls Vorschlag zielte darauf ab, den Zugang von Finanzinstituten zu ermöglichenden Technologien und Angeboten wie datenschutzorientierten Coins und Coin‑Mixern zu beschränken. Bei Umsetzung würden die AML‑Regeln auf Anbieter von digitalen Asset‑Wallets, Netzwerk‑Validatoren und andere Akteure des Blockchain‑Ökosystems angewendet. Obwohl der Gesetzesvorschlag des Duos im Dezember dem Senat vorgelegt wurde, kam er nicht voran. Anfang Februar erklärten die Senatoren jedoch, dass sie den Digital Asset Anti‑Money Laundering Act wieder einbringen wollen.

Sam ist ein Finanzinhalte-Spezialist mit einem starken Interesse an dem Blockchain-Bereich. Er hat mit mehreren Firmen und Medienunternehmen in den Bereichen Finanzen und Cybersicherheit zusammengearbeitet.